
Schnitt durch die 1. Stufe - Hier als Beispiel die "DX4 ENV" von Oceanic. © by Oceanic
... die wohl wichtigste Entwicklung in der Geschichte des Tauchens. Wieder einmal ist dem Meeresforscher und Tauchpionier Jacques Cousteau ein Großteil der Hauptarbeit an der Entwicklung des Lungenautomaten zu verdanken. Mit der Entwicklung der wasserdruckgeregelten Lungenautomaten war es möglich, ohne starre Tauchhelme unter Wasser zu atmen. Somit wurde das Tauchgerät auf eine Größe reduziert, welche es für den Einsatz ohne große Tauchschiffe verfügbar machte. In der heutigen Technik haben sich verschiedene Systeme der Lungenautomaten entwickelt, die aber in ihrer Grundfunktion alle ähnlich sind. Die meisten Systeme sind Automaten, welche eine Membran oder einen Kolben zur Steuerung des Mitteldruckes besitzen. Der Anschluß des Automaten erfolgt über ein Gewinde mit einer Größe von 5/8 Zoll rechtsdrehend. Für den Einsatz mit dem Betriebsdruck 200 bar sind Gewindelängen von 15 mm vorhanden, für 300 bar 20 mm. Im Ausland sind Anschlüsse über einen INT, oder auch Bügelanschluß genannt, üblich. Es gibt passende Adapter für die Montage an beiden Anschlüssen. Die verschiedenen Automaten unterscheiden sich durch die Anzahl der Abgänge von Hochdruck- und Mitteldruckschläuchen sowie durch Kompensation der 1.Stufe.
Der Atemregler also - das Herzstück taucherischen Vergnügens! Er mindert den Luftdruck in der Tauchflasche in zwei Stufen von anfänglich 200 bar auf den jeweiligen Umgebungsdruck. Die erste Stufe wird an das Ventil des Tanks geschraubt, und aus der zweite Stufe wird geatmet. Um leichtes Atmen trotz des sich verändernden Flaschendrucks zu gewährleisten, führen moderne Atemregler die Druckminderung in einem zweistufigen Prozeß durch. Die Luft strömt nicht konstant aus dem Atemregler. Der Luftstrom wird durch das Einatmen des Tauchers initiiert. Aus diesem Grund werden die modernen Atemregler auch als "Demand-System bezeichnet. Die Luft wird in das umgebende Wasser ausgeatmet. Man nennt dieses System offener Kreislauf. Atemregler gibt es in den Versionen kaltwassertauglich und nichtkaltwassertauglich.