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© Christian Schoettler - Dominikanische Republik

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Rechtliche Hinweise zum Tauchen

Was sollten Sie allgemein wissen?
Nach dem Bayerischen Wassergesetz (BayWG) darf grundsätzlich jedermann oberirdische Gewässer unter anderem zum Baden und damit auch zum Schwimmen und Tauchen ohne Atemgerät ohne behördliche Genehmigung und ohne Zustimmung des Gewässereigentümers oder sonstigen Berechtigten unentgeltlich benutzen (Art. 21 Abs. 1 Satz 1 BayWG). Dieser so genannte Gemeingebrauch gilt für Betätigungen im Rahmen traditioneller Formen der Freizeitgestaltung und Sportausübung. Diese können - abweichend vom naturschutzrechtlichen Betretungsrecht - sowohl dem Naturgenuss und der Erholung als auch primär wirtschaftlichen oder ausschließlich sportlichen Intereressen wie etwa bei Wettkämpfen dienen.
Kein Gemeingebrauch besteht bei Gewässern in Hofräumen, Gärten, Park- und Betriebsanlagen, wenn sie dem Eigentümer dieser Grundstücke oder Anlagen gehören, sowie an ablassbaren, ausschließlich der Fischzucht dienenden Teichen (Art. 21 Abs. 2 BayWG).
Das Tauchen mit Atemgerät fällt in Bayern nicht unter diesen allgemein zulässigen Gemeingebrauch. Die Kreisverwaltungsbehörden können aber durch Rechtsverordnung oder Allgemeinverfügung geeignete Gewässer für das Tauchen mit Atemgerät zur Ausübung des Gemeingebrauchs widmen (Art. 21 Abs. 1 Satz 3 in Verbindung mit Art. 22 BayWG).
Im Übrigen sind beim Baden und Schwimmen in Gewässern, auf denen die Schifffahrt ausgeübt wird, die Vorschriften der Schifffahrtsordnung (SchO) zu beachten.

Sonderregelung für den Bodensee
Im Bodensee ist das Tauchen ohne Atemgerät grundsätzlich, das Tauchen mit Atemgerät jedoch nur in den dafür frei gegebenen Bereichen, im Rahmen der Vorschriften der Bodensee-Schifffahrts-Ordnung (BSO) erlaubt. Dabei ist Folgendes zu beachten (Art. 3.13 BSO):

  • Beim Tauchen von Land aus ist eine Flagge Buchstabe A der Internationalen Flaggenordnung aufzustellen. 
  • Beim Tauchen vom Gewässer aus muss diese Flagge auf dem Fahrzeug oder einer mitgeführten Boje von allen Seiten sichtbar sein; nachts und bei unsichtigem Wetter ist sie wirksam anzuleuchten. 

Sonderregelung für Bundeswasserstraßen
In den Bundeswasserstraßen Main, Main-Donau-Kanal und Donau ist das Tauchen ohne Atemgerät grundsätzlich, nicht jedoch das Tauchen mit Atemgerät, im Rahmen der Vorschriften der Verordnung über das Baden und Schwimmen in den Bundeswasserstraßen im Bereich der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Süd (BadeVOBWStrSüd) und der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung (BinSchStrO) bzw. der Donauschifffahrtspolizeiverordnung (DonauSchPV) erlaubt (siehe Merkblatt für Wassersportler auf der Bundeswasserstraße Donau).
Was wir stets beachten bei Veranstaltungen!
Bei organisierten Veranstaltungen - das sind Veranstaltungen, die auf einen gemeinsam gefassten oder von einem Veranstalter stammenden Entschluss zurückgehen und nicht auf den engeren Familien- oder Bekanntenkreis begrenzt sind - ist außerdem Folgendes zu beachten: Die einzelnen Teilnehmer haben nur dann ein Recht auf Ausübung des Gemeingebrauchs beim Tauchen ohne Atemgerät bzw. beim Tauchen mit Atemgerät in einem dafür behördlich gewidmeten Gewässer, wennnach Art und Umfang der Veranstaltung (Zweck, Zahl der Teilnehmer, Dauer und Intensität des Aufenthalts bzw. der Benutzung, zu erwartende Verunreinigungen) und nach den örtlichen Gegebenheiten (Beschaffenheit des Gewässers und des gesamten Uferbereichs) eine Beeinträchtigung des Gewässers und seiner Ufer sowie der Tier- und Pflanzenwelt nicht zu erwarten ist (Art. 23 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 BayWG).

Nicht erlaubt ist daher das Tauchen:
  • bei organisierten Veranstaltungen, wenn eine Beeinträchtigung des Gewässers, seiner Ufer oder der Tier- und Pflanzenwelt zu erwarten ist,
  • bei behördlichen Regelungen, Beschränkungen oder Verboten für Veranstaltungen (Art. 23 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit Art. 22 BayWG).

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Tauchen & Recht?

Tauchbestimmung - Icon by M. v. Aesch
Damit wir die Schönheiten der Natur genießen können,aber nicht mit dem Gesetz in Konflikt kommen - einige Empfehlungen/Hinweise des Umweltministeriums Bayerns.
  • Wo darf in der Regel getaucht werden? 
  • Was ist dabei stets zu beachten?

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Auf unserer Seite "Downloads" gibt es einen VDST-Info-Text im pdf - Format. "Sicherheitsregeln im Tauchsport - ein Haftungsmaßstab?" von Rechtsanwalt Ralf Specht, Nürnberg. Der Artikel wurde auch im "Divemaster" 2/2000, Seite 30 ff abgedruckt.

Hier gelangst Du zum Download.

Quelle:

Umweltministerium Bayern - "Ratgeber Freizeit und Natur". Herzlichen Dank Herrn Wolfram Moser, Bayer. Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen, für seine Hinweise.