Malediven
Geographie:
Die gesamte Inselgruppe erstreckt sich über ca. 130 Kilometer von West nach Ost und ca. 900 Kilometer von Nord nach Süd. Die südlichsten Atolle liegen bereits jenseits des Äquators. Auf den Malediven gibt nur eine größere Stadt, die Hauptstadt Malé auf der gleichnamigen Insel. Von den anderen Inseln sind nur rund 200 bewohnt, davon sind 75 mit bewusst Natur schonenden Konzepten dem Tourismus zugänglich.
Und was sich hier, inmitten eines der größten und reichhaltigsten Korallengebiete der Erde, dem Besucher bietet, ist einfach "traumhaft": Große Hotels vermied man hier von Anfang an; eine Bauverordnung verbietet den mehrstöckigen Hotelbau.
Die eigentliche Attraktion der Malediven schlummert aber zweifelsohne unter Wasser: Die Korallengärten jenseits der Lagunen verfügen über einen Artenreichtum der Fisch- und Pflanzenwelt, der auch abgeklärte Profi-Taucher in staunende Bewunderung versetzt (naja nicht immer!)
Sportliche Aktivitäten:
... stehen auf den Malediven natürlich ganz im Zeichen des Wassersports. Neben Segeln, Surfen, Wasserski und Angeln sind es vor allem Expeditionen in die atemberaubende Unterwasserwelt.
Die größeren Hotelanlagen bieten mittlerweile eine breite Auswahl an Standardsportarten, die man trotz der tropischen Temperaturen an Land ausüben kann: Volleyball, Tennis, Squash, Tischtennis, Badminton. Es gibt sogar schon einige Fitnesscenter, in denen man nach Herzenslust Aerobic betreiben kann. Das eigentliche sportliche Geschehen konzentriert sich aber ganz aufs Meer: Segel- und Surflehrgänge werden ebenso angeboten wie - nicht eben preiswertes - Parasailing und Wasserski. Viele Besucher kommen natürlich einzig wegen der Unterwasserwelt. Schon das einfache Schnorcheln im flachen Wasser der Lagunen verspricht Begegnungen mit Papageien-, Anemonen-, Doktor- und Flötenfischen. Das häufigste Tier in den Lagunen ist der Einsiedlerkrebs, bunte Muscheln und Schnecken runden das Bild ab.
Essen & Trinken:
Die Hotelinseln haben sich mit internationaler Küche dem Geschmack der Gäste angeglichen. Die maledivische Küche ist stark von der indischen beeinflusst. Das Hauptnahrungsmittel der Inselrepublik ist natürlich Fisch.
Da bis auf wenige einheimische Gemüsesorten auch die meisten Beilagen aus Indien oder Sri Lanka importiert werden müssen, sind alle Gerichte, die nicht aus einheimischem Fisch bestehen, entsprechend teuer. Dafür sind Köstlichkeiten wie Hummer, Langusten oder Krebse erheblich preisgünstiger zu genießen als in Europa. Ein typisch maledivisches Gericht ist etwa die Garudiya; verschiedene Fischstücke, die - mit Zitrone beträufelt - in Salzwasser und Zwiebeln gekocht werden. Auch der getrocknete Fisch, Hiki Mas, zählt zu den Spezialitäten des Landes. Üblich sind Zubereitungen mit verschiedenen Curry-Würzmischungen und Reis.
Da sich die streng islamische Bevölkerung des Landes vor den Einflüssen des Tourismus schützen möchte, gibt es alkoholische Getränke ausschließlich auf den Hotelinseln. (Strenge Kontrollen bei der Einreise!)
Land & Leute:
100 Prozent der maledivischen Bevölkerung sind streng gläubige sunnitische Moslems. Freizügiges Tanzen und "Durchfeiern" bis in den Morgen ist dieser Kultur völlig fremd. Das Nachtleben beschränkt sich daher auf die Hotelinseln. Einheimische und Urlauber pflegen auf den Malediven ein gesittetes Nebeneinander. Bis auf die obligatorischen Souvenirshops gibt es kaum Berührungspunkte mit der fast ein Jahrtausend alten arabischen Kultur des Inselstaates.
Die ersten Siedler auf den Malediven waren Inder, doch im Jahr 1153 gründeten arabische Händler ein Sultanat, womit der Islam die alleinige Staatsreligion wurde und bis heute blieb. Daran änderten auch die kurzzeitige portugiesische Besetzung im 16. Jh. und ein britisches Protektorat im 19. Jh. nichts. An die Zeit vor dem 12. Jh. erinnern nur noch ein paar buddhistische Tempelruinen der früheren Siedler.
Auch wenn die streng gläubigen sunnitischen Moslems der Inselrepublik die Party-, Strand- und Badelaune der Urlauber kaum nachvollziehen können, so wissen sie doch, was sie an den Besuchern haben: Die Tourismusbranche ist längst zum wichtigsten Wirtschaftszweig der Malediven avanciert, die traditionellen Fisch- und Kokospalmenexporte haben ihre einstige Bedeutung eingebüßt. So ist es nur folgerichtig, dass die Einheimischen den Besuchern mit Höflichkeit und Freundlichkeit begegnen. Und dies wird auch im Gegenzug erwartet! Insbesondere die religiösen Sitten des Islam gilt es unbedingt zu respektieren. Abfällige Bemerkungen über Allah in der Öffentlichkeit führen nicht selten zu strikten Landesverweisen. Auch der Verzicht auf durchsichtige Kleidung, auf Shorts und schulterfreie Tops (außer auf den Hotelinseln) gebietet die Achtung vor der fremden Kultur.
Malediven
Die Republik Malediven südwestlich des indischen Subkontinents bietet mit ihren knapp 1.200 Koralleninseln auf 19 Atollgruppen Exotik pur.
Schon der Anflug des Internationalen Flughafens von Malé, der Hauptstadt der Malediven, ist ein unvergessliches Erlebnis: Aus der Luft betrachtet erwecken die Malediven den Eindruck, als habe ein gönnerhafter Schöpfer kleine Farbkleckse mit türkisfarbenem Rand ins dunkle Blau des Meeres gestreut.
Quelle
Ländermagazin, Asien und "Malediven-Spezial", Polyglott on Tour.