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© Christian Schoettler - Dominikanische Republik

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Safari 2002 - Deep South Tour

Bericht über unsere Tauch-Safari vom 05.10.2002 bis 12.10.2002 (Deep South)

Nach einer fast 3-stündigen Fahrt von unserem Hotel „Sand Beach“ in Hurghada aus, kamen wir gegen 18.00 Uhr im Hafen von Marsa Alam an. Da unser Safariboot, die „MY Legend“, in 3. Reihe parkte, wurden wir nach einer abenteuerlichen Odyssee mit dem schweren Tauchgepäck über den stockdunklen und defekten Kai (riesige Löcher) übergesetzt. Ich bin heute noch erstaunt darüber, daß ich mir nicht den Fuß gebrochen habe oder im Hafenwasser gelandet bin! Aber das Glück war uns hold, und so befanden wir uns gegen 19.30 Uhr allesamt mehr oder weniger gestresst auf dem Schiff wieder. Dort wurde das Chaos dadurch perfekt, daß die Gruppe aus Stuttgart, die diese Woche mit uns auf dem Safariboot war, bereits ihre Tauchsachen auspackte und anrödelte, so daß ein wildes Durcheinander aus Gepäck, fluchenden Tauchern und Neuankömmlingen entstand. Aber auch das war irgendwann vorbei und nach einem kurzem Bootsbriefing von Kurt, unserem Tauchguide, kehrte bald Ruhe ein. Jetzt stellten wir fest, daß unsere Gruppe, die das erste Mal auf Tauchsafari war, keinerlei Chance gegen die safarierfahrenen Stuttgarter hatte. Sie sicherten sich in Windeseile die besten Schlafplätze auf dem Oberdeck, und das ist bis zum Ende der Safari so geblieben. Aber auch wir fanden einen Platz zum Schlafen auf dem Sonnendeck, das uns jetzt im Vergleich zu den stickigen und nach Diesel stinkenden Kabinen wie das Paradies vorkam. Nachdem wir auf die guten Ratschläge im Tauchernet gehört hatten, und uns vorsorglich Ohropax mitgenommen hatten, schliefen wir etwas unruhig aber glücklich unserem ersten Sonnenaufgang entgegen.
Der nächste Tag empfing uns um 6.00 Uhr mit Sonne und kleinen Kräuselwellen. Wir ließen uns das Frühstück schmecken und legten dann aber erst gegen Mittag, da wir noch auf 2 Nachzügler mit Flugzeugverspätung warten mussten, endlich in Richtung Süden ab. Das Wetter war während der gesamten Safari einfach himmlisch, wir hatten nur wenige Male Wellengang, so daß ich mir wegen meiner Seekrankheit keine Sorgen machte.
Hier alle Einzelheiten unserer Safari aufzuzählen würde einfach diesen Rahmen sprengen. Aber ich habe in dieser knappen Woche meinen ersten Weißspitzenriffhai, meine erste Spanische Tänzerin, unzählige Riesenmuränen und Napoleons gesehen und ...ich bin das erste Mal mit Delfinen geschwommen!
Es war unser letzter Tauchtag und wir hatten früh schon die ersten Delfine am Boot. Gegen 10.00 Uhr ging es dann mit dem Zodiac bis zur Markierungsboje kurz vor die Lagune des Dolphin-Reefs. Nach einer mir unendlich lang vorkommenden Schnorchelstrecke waren wir fast bis zum Ende der Lagune gelangt, aber es waren keine Delfine zu sehen. Dafür waren scharenweise Russen mit knallroten Rettungswesten und Trillerpfeifen in unserer Nähe „ausgesetzt“ worden, so daß wir schleunigst das Weite suchten. Das Gleiche hatten vermutlich auch die Delfine getan! Wir warteten ca. 10 min ohne uns groß zu bewegen, und dann waren sie da.....! Eine Schule von ca. 35 Delfinen kam exakt auf uns zu, teilte sich neben uns und unter uns und zogen neugierig und verspielt ihre Kreise! Es war der Wahnsinn! Einige kamen bis auf 2 Armlängen an uns heran, behielten uns aber immer im Auge und taxierten uns. Es waren auch einige Jungtiere dabei, vielleicht waren sie deshalb so vorsichtig. Total happy schnorchelten wir dann nach ca. 45 Minuten wieder zu unserem Boot zurück. Diese Begegnung wird mir immer im Gedächtnis bleiben, und immer wenn ich die Bilder ansehe, denke ich an diesen Wahnsinnstag am Dolphin-Reef zurück.
Die Tauchplätze, die wir während dieser Safari besucht haben, waren so unterschiedlich wie überall im Roten Meer. Es gab sowohl weniger interessante, gute als auch absolut traumhafte Tauchplätze, zu welchen für mich Shab Malaha gehört. Das Essen an Bord war bis auf das Frühstück abwechslungsreich und gut. Der Höhepunkt war ein Juwelenbarsch, den uns Hanny, unser Koch, zum Abendessen zubereitete. Die Mannschaft war sehr nett und hilfsbereit und wir haben so manchen Abend zusammen auf dem Sonnendeck mit Tanzen, Erzählen und „Desinfizieren“ verbracht. Besonders Aschraf, der ein begnadeter Tänzer und Charmeur war, war um das leibliche Wohl seiner Gäste sehr bemüht. Jürgen nutzte die Möglichkeit (zusammen mit Ute, Michaela und Roland), während der Safari einen Rescue-Kurs nach CMAS zu absolvieren, was ihnen unter der fachkundigen Anleitung unseres Guides Kurt viel Spaß machte und uns beiden mehr Sicherheit beim Tauchen bringt.


"MY Legend" gesunken am 17. 10. 2002, gegen 7:30 Uhr
Fazit:
Garantiert werden für uns noch weitere Tauch-Safaries folgen, diesmal aber bestimmt nicht auf einem 22- Taucher-Boot! Da ist uns das „Gewusel“ dann doch etwas zu stressig! Aber diese besondere Safari-Atmosphäre, der Spaß, die Vertrautheit der Taucher untereinander und die Freundlichkeit der Besatzung sind für uns Grund genug, uns wieder auf das Abenteuer „Tauchsafari“ einzulassen! Um mit den Worten unserer guten Bekannten und Safaribegeisterten Karin Alff zu sprechen: „Paßt auf, Tauch-Safaries machen süchtig!“ Sie hat wirklich Recht behalten!

Am 17.10.2002, unserem letztem Urlaubstag in Hurghada erfuhren wir an unserem Hotelpool von Rudi (unser Reiseveranstalter "SK-Partner"), daß die "Legend" auf der Fahrt zum Elphinstone-Reef um 5:30 Uhr auf das Reef "Shab Marsa Alam" aufgelaufen und gegen 7:30 Uhr gesunken ist. Weitere Details » hier mehr

Urlaubsfotos

zum Fotoalbum Nr. 10 bitte hier klicken
Icon by M. v. Aesch
Einige Bilder von unserer Safari in Marsa Alam kann man im nachfolgenden Webalbum anschauen.
Hier klicken um zum Webalbum zu gelangen.

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