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© Christian Schoettler - Dominikanische Republik

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Shaàb Abu Nuhas

Den eigentlichen Anreiz zu diesem Tagesausflug gab ein Bericht über die Wracks am Shaab Abu Nuhas in der Märzausgabe 2003 der Tauchzeitschrift „Unterwasser“! Jürgen war sofort Feuer und Flamme! Da unser „Frühjahrsurlaub“ in Ägypten unmittelbar bevorstand, war der Gedanke naheliegend, diese Zeugen der Geschichte etwas näher unter die „Tauchermaske“ zu nehmen! Gesagt – getan! In Hurghada an unserer Lieblingstauchbasis, dem Hor Palace Diving Center, angekommen, wurde Peter gleich mit Anfragen nach einem solchen Trip bombardiert. Wir bekamen den dringenden Rat, bis zum Termin fleißig dem ägyptischen Wettergott zu huldigen, was wir dann auch täglich mit dem obligatorischen Dekobierchen taten. Und siehe da – wie von Geisterhand legte sich der anfangs stürmische und kalte Wind und verwandelte sich in ein laues Lüftchen, welches es nicht einmal schaffte, die Wasseroberfläche auch nur ansatzweise zu kräuseln ;-) So sahen wir einem absolut traumhaften 1. April entgegen!

Das Sha`ab Abu Nuhas in der Straße von Gubal...

...gilt als der Schiffsfriedhof im nördlichen Roten Meer schlechthin. Dieses kleine, aber auch heimtückische Riff, darf auf keiner Safari fehlen, deren Kurs in den Norden von Hurghada führt.
Der Name des Sha`ab Abu Nuhas leitet sich von dem arabischen Wort Nuhas ab, das soviel wie Kupfer oder Bronze bedeutet. Wahrscheinlich ist damit das bekannte Wein- und Flaschenwrack, die Carnatic gemeint, denn mit ihr versanken 1869 auch Hunderte von Kupferplatten, die bei späteren Bergungsversuchen zum großen Teil wieder heraufgeholt wurden.
Das Riff wurde wie sein Pendant, das Bab el Mandeb (Tor der Tränen) am Ausgang des Roten Meeres in die Arabische See, in den vergangenen zwei Jahrhunderten etlichen Seglern und Dampfschiffen zum Verhängnis, die mit dem beginnenden Kolonialismus und den aufstrebenden Handelsbeziehungen von Europa in Richtung Indischer Ozean bis nach Fernost und Australien fuhren.
Die Gesamtanzahl der hier gesunkenen Schiffe kennt niemand genau, doch betauchbar sind derzeit vier Wracks: die Kimon M, die Chrisoula K, die Carnatic und die Giannis D. Auf dem Riffdach liegen Reste weiterer Schiffe.
Aus der Nähe gleicht das Riff vielen anderen Riffen im Roten Meer. Ein kleiner, heller, kaum erkennbarer Saum am Horizont, davor anbrandend die Dünung. Das Riff steigt steil auf und endet im seichten Wasser, das den Wellen jegliche Kraft zu nehmen scheint. Doch das Tauchen an seiner nordwestlichen Kante in der flachen Brandungszone ist bei Wellengang gefährlich. Nur bei spiegelglatter See sind Schnorchelexkursionen in diesem Bereich des Riffs möglich und gewähren einen Einblick auf die zerschmetterten Reste der Chrisoula K und der Kimon M. Doch einige Meter seewärts, in ruhigerem Wasser, kann der Taucher die Schönheiten der Wracks um das Sha`ab Abu Nuhas in Ruhe genießen. Allerdings sollte man an diesem Ort mit plötzlichen Strömungen und starken Winden rechnen. Diese Umstände können die Verhältnisse unter Wasser entsprechend beeinträchtigen, so daß die Sicht oft unter den Erwartungen bleibt.
Ob zu längst vergangenen Zeiten oder auch in der Gegenwart, das Sha`ab Abu Nuhas hat stets seine Opfer gefordert, wie modern die Schiffsführung auch sein mochte. Immerhin liegen hier sieben zum Teil bekannte Wracks aus den letzten 130 Jahren, wobei erstaunlicherweise drei von ihnen aus neueren Tagen stammen. Ob es an dieser Stelle noch weitere Schiffsunglücke gegeben hat, ist nicht überliefert. Es drängt sich aber die Vermutung auf, daß in der Umgebung noch mehr Wracks auf dem etwa 60 bis 90 Meter tiefen Meeresgrund ruhen, als bisher bekannt ist.